Entlang der Küste – Der Weg ist das Ziel

Bevor ich euch wieder ein Mal versuche mit einem meiner Blogeinträge die Reise meines Lebens näher zu bringen, muss ich mich erst einmal entschuldigen. Ja das Ganze hat jetzt tatsächlich etwas länger gedauert! Ich hatte ja im letzten Eintrag gemeint, dass ich mich auf den Jakobsweg in Spanien begeben werde und diese Zeit auch als digitale Detoxkur betrachten wollte. Das dies jetzt so lange gedauert hat, war nicht geplant, aber ehrlich gesagt war meine Motivation nach der endgültigen Rückkehr nach Deutschland sehr begrenzt.

Nachdem ich jetzt aber wieder ein paar Wochen im Lande bin und die letzten Tage gemerkt habe, dass ich diesen Eintrag brauche um tatsächlich abschließen zu können, hab ich mich jetzt einfach mal früh morgens dran gesetzt und schreibe einfach mal drauf los ohne groß meine Notizen zur Hand zu nehmen und einfach das zu schreiben was mir an tollen Erfahrungen im Kopf geblieben sind.

Da ich mich für den Camino del Norte entschieden hatte, sprich den Küstenweg, startete meine Reise in Bilbao. Normalerweise beginnt der Weg in Irun, also an der französischen Grenze. Die Busfahrt dorthin habe ich mir allerdings gespart, da es von Bilbao noch genügend Kilometer bis nach Santiago de Compostela sind.

In Bilbao angekommen, kurz durch die Stadt gelaufen, anschließend im Hostel eingecheckt und mir in der Kathedrale von Bilbao noch meinen ersten Stempel in meinen Pilgerpass stempeln lassen. In der Kathedrale habe ich dann auch erfahren, dass diese Kirche neben der Kathedrale in Santiago die einzige Kirche in Spanien ist, die auf Jakobus geweiht ist! Fand ich dann im Endeffekt ganz passend das ich in Bilbao gestartet bin und dies war dann auch mein Totschlagargument für alle Pilger die mir während meines Weges gesagt hatten, dass ich doch in Irun hätte starten sollen.

Wie beginnt man so eine Reise? Natürlich habe ich viel gelesen gehabt, unter anderem das Buch vom Kerkeling. Ebenso hatte ich eine Wegbeschreibung dabei und habe mir jede Menge Tipps aus dem Internet gemerkt. Dennoch ist der erste Tag doch etwas besonderes. Man steht auf, entwickelt sein erstes morgendliches Ritual, zieht die neuen Wanderschuhe an, schultert den noch viel zu schweren Rucksack und fängt einfach an zu laufen. Trotzdem gehen einem viel zu viele Gedanken durch den Kopf! Ein kleiner Einblick in meinen Kopf: „Bist du dir sicher?“, „Wohin willst du heute laufen?“, „Hast du an alles gedacht?“, „Warum liegst du nicht einfach am Strand?“, etc.

Da der erste Tag jetzt auch keine Perle unter den Wanderwegen war, es ging relativ lange durch Industriegebiet direkt an der Straße entlang, waren die Gedanken ob es das richtige ist, permanent da. Diese Gedanken legten sich dann allerdings zum ersten Mal, als ich nach knapp 18km das Meer erreicht hatte.

Nach einer ersten frischen Brise Seeluft, habe ich mich nach Pobena aufgemacht, wo ich die erste Alberque (Jugendherberge) aufgesucht hatte. Dies stelle sich auch direkt als Glücksgriff heraus, da ich dort eigentlich meine ganzen Freunde für den restlichen Weg kennengelernt hatte. Jonny (Brite), Meg (Ami, lebt aber in Spanien), Conny (Deutsche) und Christy, Jared und Kirsty (Amis). Die Namen führe ich auf, weil Sie sicher im folgenden Bericht das ein oder andere Mal vorkommen werden.

Was den Jakobsweg ausmacht, ist einfach das man komplett unkompliziert mit Menschen zusammen kommen kann. Jeder hat eine andere Physische und Psychische Beschaffenheit aber das Ziel Santiago zu erreichen schweißt zusammen. Dies sollte mir auf meinem Weg noch mehrmals bewusst werden.

Nach einem tollen Abendessen mit fast Allen aus der Herberge, immerhin waren wir knapp 20 Leute in einem Raum, und tollen interessanten Gesprächen über die ersten Eindrücke ging es tatsächlich schon um zehn für mich ins Bett. Lag zum Einen daran das ich todmüde nach den ersten 21km war und zum Zweiten, dass der Herbergsvater tatsächlich das Licht ausgemacht und abgeschlossen hatte.

Nächster Morgen und das selbe Ritual. Wie jeder Deutsche, das haben tatsächlich NUR die Deutschen gemacht, erst einmal die Füße mit Hirschtalg eingecremt, die Socken drüber, wirklich ein ekliges Gefühl, danach Sportoutfit an und die Schuhe an und los. Ich war um 08:30 doch einer der Letzten der sich aufgemacht hatte. Erst einmal einen Kaffee und dann ging es entlang der Küste. An dem Tag habe ich das erste Mal gemerkt, dass ich doch einer der schnelleren Läufer bin, denn ich hab den ein oder anderen, besonders an Steilpässen, überholt.

Eigentlich wollten wir uns alle heute in Castro Urdiales treffen, nachdem ich aber dort angekommen bin und mein Körper zu mir sagte, Chris ich will mehr, bin ich noch ein Stück weiter gelaufen, um ehrlich gesagt knapp 10km. Zu meiner Überraschung war Conny auch in der Herberge mit zwei weiteren Deutschen, Nils und Tom. Was den Jakobsweg ausmacht, habe ich schon sehr schnell mitbekommen. Egal wohin du gehst, du triffst immer Freunde.

Der folgende Tag sollte auch der gefährlichste meiner Reise sein. Der Camino del Norte ist deshalb so toll, weil es nicht wie beim Camino Frances nur einen festgelegten Weg gibt, sondern mehrere parallel verlaufende Wege. Manche offiziell, manche wo man verstehen kann warum sie in den Reiseführern nicht eingetragen sind. So einen Weg haben wir heute gewählt. Eigentlich wollte ich ja alleine laufen, aber nachdem Nils zu mir meinte ob wir heute nicht zusammen laufen wollten, da der gestrige Abend doch sehr unterhaltsam war , hab ich mich mit einer kleinen Gruppe aufgemacht. Wir wollten direkt an der Küste entlang laufen, dies bedeutete aber das wir über einen Berg klettern mussten. Wir hätten es schon ahnen müssen, als wir steil einen Ziegenpfad nach oben gelaufen sind, dass es nicht einfach werden wird. Dennoch geschafft und die Aussicht hat absolut entschädigt. Das Problem war nur, dass wir nicht wussten wie wir auf der anderen Seite wieder runterkommen sollten.

Klar der Jakobsweg ist überall entweder mit gelben Pfeilen oder Muscheln gekennzeichnet, aber nunja wenn man diese Wegweißer nicht mehr findet, dann muss man etwas improvisieren. Nachdem ich mich erst einmal auf die anderen verlassen hatte und wir völlig lost waren, hab ich dann zu den Jungs gesagt, das lassen wir jetzt und machen uns auf den Rückweg! Irgendwann sind doch wieder die Pfeile ausgetaucht, man konnte einen Pfeil nicht sehen, da er hinter einem Gebüsch war. Wir waren doch sehr froh als wir endlich wieder vom Berg runter waren.

In der nächsten Stadt angekommen, eigentlich wollten wir alle weiter aber der Weg heute war einfach zu anstrengend mit der ganzen Kletterei, sind wir erst einmal Mittag essen gewesen und haben uns überlegt was wir heute machen. Nils hat uns dann mitgeteilt das er heimfliegt. So schnell kann es gehen. Er hat keinen Sinn mehr in der Tour gesehen, er hatte aber auch was zuhause zu klären. Conny hatte plötzlich einen dicken Fuß und konnte nicht mehr laufen. Da sie plötzlich kurz vor einem Kreislaufkollaps war, haben Meg und ich sie in eine Herberge gebracht, später war Meg mit ihr auch noch im Krankenhaus. Die Nachricht des Abends war dann, dass Conny nicht mehr weiterlaufen kann und die Tage ebenfalls heimfliegt. Das hat dann doch für den ersten wirklichen Respekt vor dem Weg gesorgt.

Am nächsten Tag hatte ich dann auch mit den ersten Wehwehchen zu kämpfen. Ich hatte eine große Blase am kleinen Zeh. Pflaster drauf und gut ist, dachte ich mir. Als ich dann Nachmittags in der verrückten Herberge in Güemes angekommen war, sah der Zeh schon nicht mehr schön aus. Völlig vereitert und leichte bläuliche Abdrücke. Zum Glück hatte ich eine superliebe Krankenschwester in meinem Zimmer, die mich erst einmal versorgt hatte. Die mir aber auch den Rat gab, einen Tag Pause zu machen.

Daran habe ich mich natürlich nicht gehalten. Güemes ist ein reines Kuhdorf, deswegen habe ich die Wanderschuhe am kommenden Tag ausgelassen und bin die 13km nach Santander mit meinen Flip Flops gelaufen. Tat zwar höllisch weh. Meg die an mir vorbeigespurtet ist, ich hab noch nie so eine schnelle Wanderin gesehen, sie hatte aber auch ein bestimmtes Datum vor den Augen, was weit vor meiner Ankunft in Santiago liegt, hat sich nur kaputt gelacht das ich mit Flip Flops genauso schnell laufe wie mit meinen Schuhen. In Santander angekommen, habe ich mir dann ein Hotelzimmer für die kommenden zwei Nächte besorgt um dem Fuß wenigstens einen Tag Ruhe zu geben.

Wie das so ist mit der heutigen Zeit, man hat ja dann doch sein Handy dabei und ich wusste das Jonny heute auch in Santiago ankommen wird. Haben uns zum Abendessen verabredet, was dann aber doch eher in ein Trinkgelage abgedriftet ist, weil zeitgleich auch noch Fussball WM im TV lief. Ich musste ja am nächsten Tag nicht raus.

Da ich jetzt doch schon wieder viel zu viel schreibe, vielleicht sollte ich ja ein Buch schreiben über meine Erlebnisse, werde ich jetzt etwas abkürzen.

Die nächsten Tage sollten ganz interessant werden. Ich bin meist allein gelaufen, habe aber Jonny und die drei anderen Amis immer wieder auf dem Weg oder spätestens Abends in den Unterkünften wieder getroffen. Waren immer sehr gesellige Abende in sehr netten Dörfern. Meißt gab es das Pilgermenü für 10€, was Vorspeise, Hauptgang, Nachtisch und eine halbe Flasche Wein beinhaltet hat. Machen wir uns nichts vor, der Jakobsweg ist doch durchaus feucht fröhlich.

Kurz bevor ich dann Gijon erreicht hatte, war ich noch in einer etwas anderen Unterkunft, einer veganen alternativen Kommune. Die Weltanschauung teile ich zwar nicht unbedingt, aber es war dennoch interessant mal andere Ansichten zu hören. War ein sehr netter Abend mit vielen interessanten Menschen.

In Gijon hatte ich dann auch wieder einen Tag Pause eingelegt. Der Zeh hatte sich immer noch nicht erholt und sollte mich auch noch den kompletten restlichen Weg beschäftigen. Das war mittlerweile auch schon eine kleine Story auf dem Weg, dass so ein Hüne wie ich, durch so ein kleines Körperteil ausgeknockt werde. Zumindest wurde ich von einer mir bis dato unbekannten Person darauf angesprochen ob ich das sei! Ich hab es einfach als meine Bewährungsprobe erachtet. Niemals aufgeben, einfach durch!

Der Weg von Gijon nach Ribadeo, also das letzte Stück entlang der Küste sollte mir dann zeigen, dass es doch durchaus jede Menge verrückte Personen auf dem Weg gibt. Sei es der sich ohne Geld durchschlagende duschgeknallte Südtiroler, der andere spätere Pilger indirekt ausnutzt weil er die auf Spende basierenden Unterkünfte, meiner Ansicht nach, sabotiert. Oder sei es ein alter Spanier der sich an dich heftet und dich mit dem größten „Bullshit“ zumüllt den du je gehört hast.

Dennoch, der größte Teil der Pilger sind vernünftige Leute mit denen man super auskommt. Auf dem Jakobsweg lebt tatsächlich die Europäische Idee. Was ehrlich gesagt wunderschön ist! Jeder kommt mit jedem aus, man unterhält sich, ist nicht voreingenommen. Da werden nächste Treffen ausgemacht, da werden ernste Themen angesprochen „ wie z.B. würdest du für die Rechte deines Landes eintreten oder die einer europäischen Gemeinschaft? Der Kanon dieser Frage war tatsächlich ein gemeinsames Europa. Allgemein lernt man Leute kennen, die du im Alltag niemals kennenlernen würdest.

Die Tage verstreichen, das Morgenritual ist nach wie vor präsent, das einzige was sich ändert ist, die Strecken werden länger! Am Anfang waren es immer maximal 25km, mittlerweile ist kein Tag mehr unter 30km, die ersten 40km habe ich auch schon geknackt. Mein täglicher Durchschnitt schraubt sich immer weiter nach oben. Nicht weil ich mir was beweisen muss, ich weiss das ich Wettkämpfer bin und vieles schaffen kann, sondern einfach weil mein Körper es mittlerweile von mir verlangt. Wenn ich sage, heute mal etwas ruhiger, ich bin eh schon viel zu früh in Santiago, merke ich tatsächlich dass ich am vorgezogenen Tagesziel ganz hibbelig werde und dann einfach nochmal 10 bis 15km dranhänge.

Als ich dann endlich in Ribadeo angekommen bin, stand ich vor der Entscheidung die mir schon seit Tagen durch den Kopf geht. Soll ich weiter dem Del Norte folgen und jetzt die Küste verlassen oder soll ich mich auf eigene Faust durchschlagen. Ich hatte im Internet gelesen, dass es einen inoffiziellen Weg Names Camino del Mar gibt, der von Ribadeo weiter an der Küste entlang bis nach Ferroll führt, wo der Camino Ingles beginnt. Dies würde aber auch bedeuten, dass ich definitiv niemanden mehr meiner Bekannten treffen werde, da ich viel zu früh in Santiago sein werde. Nachdem Jonny mir vorgestern aber mitgeteilt hatte, dass er ebenfalls aufgibt, habe ich nach zwei großen Kaffee zu mir gesagt, komm, wähle das Abenteuer, mal sehen was dich erwartet.

Nach guten 42 KM an diesem Tag war ich mehr als enttäuscht! Der Jakobsweg ist allgemein ein wunderschöner Weg, teilweiße kommt man sich wie in den Bergen Österreichs vor, aber er ist ein sehr asphaltierter Weg. Ich habe eigentlich gedacht, es ist wie wenn ich durch die Pfalz wandere. Aber nein, bis auf wenige Ausnahmen könnte man jetzt mal ergonomisch aussen vor gelassen, den kompletten Weg auch mit Turnschuhen laufen. Dennoch diese Tagesetappe ging zwar am Meer entlang, aber komplett über asphaltierter Fläche. Das hat meinem Kopf und meinen Gelenken so gar nicht gefallen.

Daraufhin ist in meinem Kopf der Gedanke gereift, einfach den restlichen Weg nach Ferrol mit dem Zug zu absolvieren. Da man für den „Sündenerlass“ und die Urkunde in Santiago eh nur die letzten 100km laufen muss und der Camino Ingles 118 KM misst, hätte ich mein Soll ja eh erreicht. Die anderen 560 KM waren ja nur „Vergnügen“. Gedacht und dann auch getan. Zwei Stunden mit der Küsteneisenbahn von Santiago de Foz nach Ferrol.

Dort angekommen, wieder einen Tag Pause gemacht und dann die Strecke geplant. Der Ratgeber gibt 5 bis 6 Tage vor. Ich bin es in 3 Tagen gelaufen.

Waren 3 sehr intensive Tage, insbesondere Tag 2 da ich dort meinen Rekord von 48 KM aufgestellt hatte. Die Herberge war leider schon voll und der Camino Ingles ist bis auf die hervorragend ausgezeichneten Wege doch noch sehr im Dornröschenschlaf, das spiegelt sich in der spärlichen Anzahl an Unterkünften wieder.

Nach 23 Tagen, wobei ich davon 20 Tage gelaufen bin, habe ich mein Ziel Santiago de Compostela mit dem Erreichen des Vorplatzes der Kathedrale geschafft.

Es waren knapp 680 sehr intensive Kilometer! Mit allen Höhen und Tiefen. Mental war ich wirklich sehr fit, vllt auch etwas zu ehrgeizig, aber ich wollte es mir beweisen. Körperlich bis auf den kleinen Zeh, den ich mir zwischenzeitlich abschneiden wollte, war auch alles wunderbar.

Hape Kerkeling hatte in seinem Buch geschrieben, dich erwartet in Santiago das was du verdienst. Als ich dort angekommen bin und die ganzen Grüppchen von Pilgern gesehen habe die zusammen gefeiert haben, habe ich tatsächlich etwas Zweifel gehabt ob es das Richtige war, komplett alleine zu laufen. Ich hab mich doch etwas alleine gefühlt. Sinnbild meiner Reise, als ich überlegt hatte ob ich Südamerika wirklich noch machen sollte. Nachdem aber in der Kathedrale das riesige Weihrauchfass durch das Schiff flog, was nicht alltäglich ist, ebenso nach der Messe ein Orchester klassische Musik vor der Kathedrale zum Besten gab und es ein kleines Feuerwerk gab, hab ich doch ein für mich sehr versöhnliches Ende in Santiago gefunden!

Ich hatte ja vorab überlegt ob ich weiterlaufen sollte bis ans Ende der Welt. Viele Pilger wenn sie Santiago erreichen, sind noch nicht fertig mit ihrer Reise und laufen dann bis nach Fisterra. Für mich war vor der Kathedrale fertig! Ich bin angekommen und wusste, ich bin da! Da ich aber dennoch ans Ende der Welt wollte, bin ich einfach mit dem Bus gefahren.

Dort angekommen, habe ich mir ein Hotelzimmer für zwei Nächte genommen und hab ein wenig das kleine Fischerörtchen erkundet. Als ich durch eine x-beliebige Straße gelaufen bin, kam mir eine Person entgegen wo ich echt dachte das kann nicht sein! Auf einmal stand Meg vor mir! Definitiv einer der schönsten Momente des Jakobswegs! Jemand vertrautes nach Tagen wieder zu sehen! Ein sehr tolles Gefühl.

Bin dann Abends mit ihr, einer Freundin von ihr und zwei extrem lustigen Australiern an den berühmten Leuchtturm gelaufen und haben uns einen der schönsten Sonnenuntergänge die ich jemals gesehen habe angeschaut. Lag vllt auch eher daran, dass dieser Sonnenuntergang eben ein Abschluss einer sehr intensiven Reise war. Auf die obligatorische Klamottenverbrennung haben wir verzichtet, stattdessen gab es ein typisches spanisches Picknick, mit Wurst, Käse und jeder Menge Wein.

Nach meiner Rückkehr wartete in Santiago der Vater einer meiner besten Kumpels auf mich. Er wollte sich das ganze Mal anschauen wie das mit dem Pilgern so abläuft. War ein sehr lustiger Tag mit ihm. Am kommenden Tag ist er dann ebenfalls nach Fisterra gefahren und ich habe die zwei Tage bis mein Flieger wieder nach Deutschland ging in Santiago verbracht. Leider keinen meiner Mitstreiter die ich erwähnt oder eben nicht erwähnt habe, wieder gesehen! Aber das ist eben auch der Jakobsweg! Viele flüchtige Gesichter! Bei manchen ist es schade, bei manchen eben auch nicht.

Und das Fazit? Ich Machs wieder ! Vielleicht nicht nächstes Jahr! Aber irgendwann auf jeden Fall! Ich kann es auch nur weiterempfehlen! Es bereichert einen ungemein. Man ist für sich, man lernt viel neues kennen und man kann die Natur geniessen. Ebenso kann es jeder laufen. Ich hab eine 18Jährige Litauerin kennengelernt die extrem flink zu Fuß war, aber auch einen 75 jährigen Spanier der extrem entspannt ohne Rucksack gelaufen ist, oder eine fast schon an Krücken laufende Frau mittleren Alters. Der Weg ist das Ziel und es ist egal wie schnell man läuft! Ich habe es genossen schnell zu laufen, viele meiner Mitstreiter sind nicht über die 20km am Tag hinaus gekommen. Die Ausrede zählt also nicht! Wenn man es will, schafft man es auch! Der Camino ist ein perfektes Beispiel.

Jede Menge geschrieben, aber das ist tatsächlich nur ein Bruchteil dessen was passiert ist. Zum Glück habe ich nicht die Notizen zu Rate gezogen! Ich denke für einen Überblick reicht es alle mal! Ich hoffe ich kann das lange warten damit entschädigen 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: