Die spannende Frage nach dem Wohin?

Nachdem ich mit meinem Vater und meinem Bruder die beiden großen amerikanischen Städte am Pacific, San Diego und Los Angeles besucht habe…

Beide waren interessant, teilweiße schön, aber auch Illusionsraubend! Ich spreche hier von Los Angeles. Der schöne Schein Hollywoods, existiert nur im Film und stinkt im wahren Leben dann doch nach Urin.

San Diego allerdings hat mir durchaus sehr gefallen. Hätte ich in den USA studiert, wäre die Wahl wohl auf diese Stadt gefallen, mal Kosten, Stipendium und Blabla mal aussen vor gelassen.

… ja genau, zum Abschied meines Vaters und Bruders wollte ich ja was schreiben. Nach guten 2 1/2 Wochen wo die Beiden mich mit auf ihren Westcoast Trip mitgenommen haben, waren echt toll. Wir haben zwar ordentlich Meilen gemacht, im Endeffekt waren es bei mir knapp 3000, aber jede Meile hat sich gelohnt, denn wir haben doch so einiges in unseren Trip packen können.

Nachdem sich die Beiden dann Richtung San Francisco aufgemacht hatten, habe ich auf meinen Kumpel Christof gewartet, dass er mich am Hotel abholt. Tags zuvor hatte er mir noch geschrieben, dass unsere gemietete Wohnung für die nächsten Tage nicht zur Verfügung steht und sein Auto den Geist aufgegeben hatte. Beste Voraussetzungen also für ein paar coole Tage in Los Angeles.

Das mit der Wohnung hatten wir schon klären können, als er dann am Hotel mit einem typischen amerikanischen Cabrio aufgetaucht ist, war das zweite Problem auch behoben.

Zu den paar Tagen gibt es nicht viel zu sagen, ausser: Wir hatten Spass! Zwar nicht so viel wie eigentlich vorgenommen, aber es hat gereicht! Einiges gesehen, paar Bars und Clubs abgecheckt und ja typisch amerikanisch uns die Wampe vollgeschlagen.

Am letzten Tag meines Aufenthalts, ist noch eine Freundin, die Stewardess bei der Lufthansa ist, beruflich vorbeigekommen.

Jetzt ist die Sache, lasse ich die Bombe direkt platzen oder baue ich langsam auf?Ich denke mit brachialer Gewalt ist es genialer!

Alsoooo… ich hätte ja jetzt auch schreiben können, eine Freundin ist vorbeigekommen, das mit Lufthansa etc. hätte ich mir sparen können. Warum also erwähne ich das? Aus folgendem Grund, ich muss das jetzt auf englisch machen, irgendwie klingt das besser. Also passt auf:

„I‘m coming Home!“

Ja ich habe mich tatsächlich dafür entschieden einen neuen Plan zu machen! Den Blog veröffentliche ich zwar erst am Mittwoch (20.06) aber eigentlich sitze ich gerade (Sonntag, 17.06) in Toronto am Flughafen und warte auf meinen Flieger Richtung Frankfurt.

Warum? Weshalb? Wieso? Und warum Toronto?

Viele Fragen, die ich aber gerne beantworte um euch meine Entscheidung näher zu bringen!

Die einfachste Frage ist vielleicht warum bin ich in Toronto und fliege nicht direkt nach Deutschland? Meine liebe Freundin konnte mich aus Überbuchung doch nicht mitnehmen, ich stand auf der Standby Liste. Wir haben etwas gepokert! Im Glücksspiel war ich noch nie gut! Deswegen musste ich mir spontan eine Alternative suchen.

Diese Alternative bestand darin, über Toronto zu fliegen. Somit bin ich am Montag früh wieder in Good old Germany! Zufälligerweise passend zum Hochzeitstag meiner Eltern! Ich bin schon ganz gespannt auf das Gesicht meiner Mutter! Es wird herrlich!

Nachtrag: es war herrlich;)

Logische Konsequenz das ich den Blog erst nachdatiert online stelle um die Überraschung nicht zu versauen.

Soooo… jetzt aber die anderen Fragen. Wieso nicht Kanada als Nächstes? Nunja das ist für mich persönlich einfach erklärt! Ich hab einfach keine Lust Kanada allein zu machen! Besonders bei Kanada kommt hinzu, dass ein Wohnmobil / Camper schweineteuer ist und ich Kanada einfach auf einen späteren Zeitpunkt im Leben schieben möchte.

Bevor ich jetzt aber auf diverse Kaffeekränzchen eingeladen werde um von meinen Abenteuern zu erzählen, die vielleicht nicht unbedingt im Detail auf dem Blog stehen. Ich muss euch leider enttäuschen! Ich sitze jetzt gerade schon wieder am Flughafen!

Ja.. ich war wieder zuhause! Meine Weltreise ist zu Ende! Ich bin nach 136 Tagen wieder in Mannheim angekommen! Aber, ich habe noch nicht genug! Teil 2 hat jetzt gerade hier begonnen.

Wie? Was heißt Teil 2? Nein, ich fliege nicht wieder nach Asien oder Südamerika! Ich bin genügsamer, es geht für mich „nur“ nach Spanien!

Wenn jetzt einer denkt er würde mich am Ballermann finden. Nein, das auch nicht, eher das komplette Gegenteil!

Was mach ich denn nun, fragt ihr euch sicher! Aufgepasst, eine kurze Story:

Eine Mitschülerin hatte nach unserem gemeinsamen Abi damals etwas gemacht, was ich irgendwie damals schon durchaus interessant fande! Sie hat sich 6 Wochen Auszeit vor dem Studium gegönnt, hat den Rucksack gepackt, die Wanderschuhe angezogen und ist Richtung Santiago de Compostela gewandert!

Ich werde ihr das gleichtun!

Ich begebe mich auf den Jakobsweg!

Tadaaaa! Mein Teil 2!

Der Flieger wird mich jetzt gleich nach Bilbao bringen, wo ich mir den Weg Richtung Santiago bahnen werde! Nicht auf dem klassischen Jakobsweg, sondern dem etwas ruhigeren, dafür aber anstrengenderen Küstenweg. Laut Reiseführer sind das gute 710km.

Ich hab mir eine Reisezeit von 5 Wochen gegeben und bin fest entschlossen zum Ende noch ein paar Tage Puffer zu haben um eventuell die Stadt Fisterra zu erreichen! Quasi die Weltreise an einem Ort zu beenden der für viele Jahrhunderte als „Ende der Welt“ galt. Irgendwie passend, wenn man bedenkt, dass ich so viel mehr von dieser Welt gesehen habe, als einen Blick auf den Atlantik.

Um den Weg auch tatsächlich auf mich wirken zu lassen, werde ich auch den Blog und größtenteils die Kommunikation nach Hause ruhen lassen. Ich möchte mich den Prinzipien des Jakobsweges wirklich verschreiben. Das heißt spirituell, mental, körperlich und auch religiös ihn wirken zu lassen und mich von der Aussenwelt weitesgehenst zu distanzieren und nur meine tatsächliche Umwelt an mich ranzulassen.

In diesem Sinne, bis in ein paar Wochen!

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