Durch den Westen der USA

Nach einem großen Wiedersehen am Flughafen von San Francisco ging es für mich mit meinem Vater und Bruder Richtung Downtown. Im Hotel eingecheckt und direkt die Umgebung abgecheckt. Da wir relativ zentral am Pier 39 das Hotel hatten und es schon spät war, sind wir kurz die mit Menschenmassen gefüllte Promenade entlanggelaufen und haben noch was zu Abend gegessen.

Am nächsten Tag sollte die Reise dann wirklich beginnen. Wir haben uns direkt morgens Fahrräder ausgeliehen und hatten uns das Hafenstädtchen Sausalitos auf der anderen Seite der Bay als Ziel gesetzt. Gesagt getan ging es über die berühmte Golden Gate Bridge, eine tatsächlich architektonisch grandiose Brücke, Richtung Tagesziel.

Dort haben wir dann auch erfahren, weshalb es einem so vorkommt als sei Feiertag und jeder hätte frei! Tatsächlich war Feiertag, nämlich Memorial Day! Das erklärt so einiges. Alcatraz war für die nächsten Tage komplett ausgebucht, diverse Sehenswürdigkeiten waren so überlaufen, dass man mehrere Stunden hätte anstehen müssen. Wir haben uns dann einfach auf die Innenstadt San Franciscos und den Hafen konzentriert.

Eine klassische Cabel Car Fahrt, einmal die geschwungene Lombard Street mit dem Auto runter, die Reihenhäuser aus der Serie FullHouse, eine Rundfahrt durch die Bucht und eben die Piers gehören zu einem Besuch in San Francisco einfach dazu.

Nach drei Tagen San Francisco ging es dann mit unserem geliehenen SUV auf die Straße. Der Roadtrip sollte beginnen.

Am ersten Tag haben wir es etwas entspannter angehen lassen. Wir sind ins Silicon Valley gefahren und haben dank eines Freundes unserer Mutter eine private Führung durch den Google Komplex bekommen. Sehr interessant und ganz anders wie erwartet. Würd ich dort arbeiten, würde mich keiner mehr aus der Kantine bekommen.

Nächster Tag und endlich etwas für Naturfreunde wie mich. Es ging in den Yosemite Nationalpark. Ausgesprochen wird der übrigens „Josimiti“, nur mal so nebenbei.

Ein wunderschöner Park indem man eindeutig mehrere Tage verbringen könnte. Leider hatten wir nur einen Tag Zeit. Also „Wanderschuhe“ an, in meinem Fall waren es meine ausgelatschten Bootsschuhe, die einzigen Schuhe die meine Reise noch überstanden hatten. Ich hatte gehofft vorher noch in einem Outlet shoppen gehen zu können, aber leider hatten die in dem Einem an dem wir vorbeigekommen sind, keine Kindersärge.

Dennoch auch mit nicht passenden Schuhen, war es ein Erlebnis. Die Sehenswürdigkeiten im Yosemite Valley, wie El Capitan, Yosemite Falls, Mirror Lake und die Vernal Falls sind gut in einem Tag zu machen und sind wirklich toll. Für längere Touren brauch man dann aber doch mehrere Tage.

Nachdem wir Yosemite abgehakt hatten, haben wir uns auf den Weg ins Death Valley gemacht. Auf dem Weg dorthin sind wir noch durch diverse andere kleinere Parks gefahren. Sind an tollen Bergseen vorbeigefahren, wir waren teilweiße auf 3000m Höhe. Oder haben komische Gesteinsformationen besichtigen können, immer mit einem Auge auf die Sträucher ringsherum ob vielleicht nicht doch eine Klapperschlange irgendwo ist.

Tagsdrauf im Death Valley angekommen, wo uns zur Mittagszeit dann 44 Grad erwartet hatten, waren wir schon etwas, ich will nicht sagen enttäuscht, aber wir dachten es sei spannender. Einfach nur durchfahren und mal kurz halten reicht vollkommen aus. Immerhin waren wir am tiefsten Punkt der USA ( 86 Meter unterm Meeresspiegel).

Dafür waren wir dann dieses Mal recht früh in unserem Motel. Das Motel lag direkt an der Grenze von Kalifornien zu Nevada, sprich, es war dann auch schon das allererste Casino. Als wir eingecheckt hatten, dachten wir zuerst wir wären irgendwie in die Vergangenheit gereist, gefühlt in die 50er Jahre des letzten Jahrhundert. Mehr Klischee geht nicht. Abendessen gab es dann in einem Saloon direkt auf der Staatsgrenze. Ein Saloon wie man ihn sich vorstellt wenn man mit seiner Harley durch die Gegend fährt. Essen war richtig gut, durften uns an der Wand verewigen und haben die Finals der NHL im TV geschaut.

Nächster Tag, nächstes Ziel. Dieses Mal ab nach Las Vegas!

Der erste Tag in Las Vegas bestand darin, erstmal wie es sich gehört in einem USA Urlaub, shoppen zu gehen. Fünf Paar Schuhe später, wie krieg ich die nur nach Hause, ging es dann ins Hotel. Wir hatten zwei Nächte im Hotel Circus Circus gebucht. Ein etwas älteres Hotel & Casino, Ausstattung etwas verstaubt aber noch mit klassischen einarmigen Banditen.

Am zweiten Tag stand dann der Strip an. Einmal komplett abgelaufen und diverse Casinos abgecheckt. Schon interessant was von Casino zu Casino aufgefahren wird um die Zocker und ihr Geld anzulocken.

Da es in Vegas genauso warm war wie im Death Valley, sind wir Mittags mit dem Auto zum Hoover Damm gefahren. Nach einer kurzen Besichtigung wieder zurück nach Vegas und gegen Abend dann nochmal auf den Strip. Nach einem guten Abendessen, haben wieder mal ein Outback Steakhouse, darauf schwören wir schon länger, gefunden und haben dann ganz klassisch die Wasserspiele am Bellagio bestaunt.

Nachdem wir zwei Tage in Las Vegas waren ging es dann wieder in die Natur. Heute stand der Bryce Canyon an. Absolut ein Muss wenn man auf dem Weg zum Grand Canyon ist, es ist zwar ein großer Umweg aber es lohnt sich. Es gibt mehrere Aussichtspunkte die man bequem mit dem Auto erreichen kann, wenn man nicht groß wandern will.

Bryce Canyon auch abgehakt, ab zum nächsten Nationalpark. Heute stand das Horseshoe Bend, Antelope Canyon und das Monument Valley an. Alles nicht gerade nah beieinander, da ich aber nicht fahren muss, hab ich es mir seit Tagen schon auf der Rückbank gemütlich gemacht.

Horseshoe Bend ist wirklich toll, auch wenn es touristisch wahnsinnig überlaufen ist. Antelope Canyon kannte ich von vielen Bildern bei Instagram, da dort aber auch ein Menschenauflauf war und man dort nur überteuerte Touren buchen konnte, haben wir das ausgelassen und sind direkt weitergefahren. Für jeden Westernliebhaber ist das Monument Valley dann wiederum beeindruckend.

Abends haben wir dann in einem Motel direkt an der berühmten Route 66 in Flagstaff eingecheckt. Die NBA Finals in einer klassischen amerikanischen Sportsbar haben den Abend dann ausklingen lassen. Nach ein paar unterschiedlichen Biersorten muss man einfach wieder mal feststellen das die Amis einfach kein Bier brauen können, dafür aber geniales fettiges Essen kochen.

Nun wartete die Mutter aller Canyons auf uns, nämlich der Grand Canyon. Alex und ich durften den Canyon von der Luft aus begutachten. Mit dem Hubschrauber ging es 45Minuten über den South und den North Rim des Canyons. Eine geniale Sache und ist absolut zu empfehlen.

Nachdem wir dann noch im Park mit dem Auto waren und ein paar Aussichtspunkte abgeklappert hatten ging es dann knappe 100 Meilen von Seligman nach Kingsman über die berühmte Route 66.

Auf wem Weg nach San Diego sind wir dann spontan noch in den Joshua Tree Nationalpark gefahren. Dieser Park ist bekannt für seine Bäume. Auch wieder ein Beispiel dafür das man etwas komplett anderes sieht als das was man erwartet. Ich dachte an saftig grüne Flächen mit Bäumen und nicht Wüste mit riesigen Palmen.

Als Tipp für alle zukünftigen Westcoast Reisenden, unbedingt den Nationalpass „America the Beautiful“ kaufen, sind 80$, dafür kann man aber in alle Nationalparks fahren und muss nicht jedes mal 30 – 35$ zahlen. In unserem Fall hat sich das schon mehr als gelohnt.

Wir haben jetzt tatsächlich schon einige Meilen hinter uns, ca. 2500, fahren viel mit dem Auto, dafür sehen wir aber einiges und es macht sehr viel Spass. Mal sehen was die großen Städte am Pazifik zu bieten haben.

Wir sind jetzt in San Diego, bleiben jetzt hier zwei Tage, danach geht es weiter nach Los Angeles wo mich die Beiden dann bei meinem Kumpel rausschmeißen.

(Bilder muss ich nachreichen, ich kann momentan keine hochladen)

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