Neuseeland – Das Land der unbegrenzten Naturwunder

Neuer Kontinent, neues Abenteuer!

Getreu diesem Motto startete ich quasi in eine bisher nicht dagewesene Situation.

Das erste Mal alleine und das für eine längere Zeit!

Wie sollte ich die Sache angehen?

Nachdem sich die Wege von mir und Ari meiner letzten Mitreisenden in Bangkok getrennt hatten, wartete der Flieger nach Auckland auf mich. Im Flugzeug noch ein mulmiges Gefühl, weil man sich eben daran gewöhnt hatte, dass immer jemand dabei war, war dieses Gefühl schon bei der Landung am Flughafen wie weggeblasen. Lag vermutlich an dem Rundflug den der Pilot über Auckland und Umgebung machen musste.

Mit dem Skybus ging es dann Richtung Innenstadt, wo ich mich für eine Nacht im Hostel einquartiert hatte. War mal wieder eine sehr lustige Sache in einem Hostel zu sein. Man hat dann aber schon gemerkt, dass man etwas aus dem Muster fällt, wenn nur 18/19-jährige Backpacker um einen herum sitzen. Aber gut, das Gefühl hatte vermutlich der ein oder andere auch vor 9 Jahren als ich in Australien war.

Am nächsten Tag konnte ich dann endlich meinen Camper abholen. Ich hatte mich dafür entschieden, einen klassischen Roadtrip über die Nordinsel zu machen. Sozusagen ein Australien Revival. Dieses Mal mit einem recht modernen Campervan und nicht mit unserem damaligen 700.000km gefahrenen ohne dritten Gang Gefährt, welches wir glaub ich damals Hackl Schorch genannt hatten, weil er uns trotzdem immer ans Ziel gebracht hatte.

Die Frage die im Raum stand, was tun in drei Wochen? Wo will ich hin? Nach diversen Tipps von Freunden und Recherche im Internet stand recht schnell fest was auf jeden Fall auf die Liste muss. Ansonsten einfach den braunen Schildern folgen und mal sehen was einen erwartet.

Bevor ich jetzt viel zu viel schreibe, schreibe ich einfach mal was ich bisher in den letzten Tagen so gemacht habe.

Bisher war ich bei den:

Waitombo & Ruakuri Caves

⁃ Wer auf Glühwürmchen in Höhlen steht ist hier gut aufgehoben. Neuseeland hat sieben Arten und ist stolz drauf neben Australien die einzige Nation zu sein die welche hat. Komisch das Christof und ich auf den Philippinen die Möglichkeit hatten, welche zu sehen. War ganz cool, aber ich hab es mir interessanter vorgestellt.

Mangapohue Natural Bridge & Marokopa Falls

⁃ Bietet sich an wenn man bei den Caves ist. Einfach die Straße weiter hoch fahren.

⁃ Die natürliche Brücke ist echt gigantisch. Ist ein kleiner Canyon und man kann unter besagter Brücke hindurchlaufen.

⁃ Die Wasserfälle sind riesig, das interessante dabei ist aber der Regenwald wo man hindurch muss.

Tongariro Nationalpark

⁃ Für Herr der Ringe Fans wird es jetzt interessant, denn Tongariro symbolisiert Mordor in besagten Filmen. Mein erster Eindruck? Ja ich bin in Mordor!

⁃ Es gibt mehrere Vulkane in diesem Nationalpark die man auch besteigen kann. Zum Einen zum Skifahren (Mt.Ruapehu) oder zum Wandern (Mt. Ngauruhoe). Der Mount Ngauruhoe ist auch besser bekannt als Schicksalsberg aus Herr der Ringe.

⁃ Zum Skifahren war noch keine Saison also habe ich mich für die Wanderung entschieden. Eigentlich eine Pflichtaufgabe auch wenn es recht anstrengend ist. 19,4km, mehrere hundert Höhenmeter und 6-8 Stunden Zeit. Dafür wird man aber mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Beeindruckend sind die farbenfrohen Seen und die Landschaft die sehr lebensfeindlich aussieht. Es geht übrigens auch in 5 Stunden, zumindest war ich dann wieder unten. Lag vermutlich auch daran das mit -7 Grad die Temperatur eindeutig zu frisch für meine Klamotten war.

⁃ Ansonsten gibt es noch mehrere kleine Wanderstrecken von der Ortschaft Whakapapa, die ganz angenehm zum laufen sind.

Taubo

⁃ Ist eine recht große Stadt an einem noch größeren See. Wurde in diversen Blogs angepriesen, fand ich jetzt nicht so beeindruckend. Hab dort die Huka Falls, ist ein Eisbach und die Craters of the Moon mitgenommen.

⁃ Craters of the Moon, ist ein Bereich mitten im Wald wo es dampft und brodelt. Es war interessant, aber hätte ich gewusst was mich als Nächstes erwartet, wäre ich dort nicht hingefahren.

Wai-o-Tapu

⁃ Hier ging es dann richtig los mit heißen Quellen, Geysiren und Dämpfen. Man muss zwar Eintritt zahlen um das alles sehen zu können, aber das muss man eigentlich überall. Hier lohnt es sich aber.

⁃ Ansonsten gibt es noch einen Secret Spot unter der Brücke, wo man tatsächlich baden kann. Geheim zwar nicht mehr, aber dennoch sehr toll. Hier mischt sich eine heiße Quelle mit einem Eisbach. Also von einer Sekunde zur Nächsten von Badewanne zu Eisbecken.

⁃ Der tatsächliche Geheimtipp ist aber ein Wasserfall etwas oberhalb des Ganzen. Man muss ein Stück laufen und sich nicht verlaufen, wie ich gestern mit einem sehr coolen „Backpacker“ aus Deutschland den ich kennengelernt hatte. Wenn man es dann aber gefunden hat, dann ist man erstmal fasziniert und will einfach gar nicht mehr weg. Mitten im Tropendschungel ein Wasserfall der knappe 50 Grad Temperatur hat. Wirklich ein Traum, besonders wenn man tags zuvor noch bei Minustemperaturen auf dem Berg stand.

Soweit ein kleiner Eindruck von meinem Erlebnissen.

Ansonsten kann man sagen, ich genieße die Reise bisher sehr. Ich bin echt beeindruckt wie facettenreich die Natur sein kann. Man läuft aus dem Dschungel raus und steht neben einer Kuh auf der Weide, oder man ist in einer der lebensfeindlichsten Gegenden und eine halbe Stunde später ist man am Meer. Alles etwas surreal aber genial.

Ich bin jetzt heute morgen in Rotorua, einer Stadt mit vielen heißen Quellen, angekommen. Werde mir morgen mal ein Mountainbike schnappen und den Wald erkunden. Die nächsten Tage steht dann Hobbiton und die Küste an. Bis dahin, noch eine schöne Woche, ich hoffe ihr genießt sie so wie ich 😉

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