Der beschwerliche Weg ins Paradies

Nachdem wir Manila hinter uns gelassen hatten, hieß wie schon im letzten Beitrag erwähnt, unser Ziel die Insel Palawan. Zu Manila kann man sagen, man muss nicht unbedingt hier gewesen sein, es ist keine Stadt für mehrere Tage, aber für einen kurzen Stopover doch durchaus interessant.

In Manila kann man noch richtig gut erkennen, wie die Spanier hier auf den Philippinen gewirkt haben. Bestes Beispiel ist dabei das Fort Santiago und die damit angebundene Altstadt. Neben zahlreichen Kirchen, die immernoch etwas fehl am Platz wirken, immerhin ist man ja in Asien, kann man sich die Zeit im Rizal Park (Rizal ist ein philippinischer Volksheld, der auch mal in Heidelberg studiert hat) vertreiben.

2BF23003-BF57-465D-ABFA-B6CAB8C5727F

Nachdem wir Manila ausgekundschaftet hatten, ging es wie gesagt mit dem Flieger Richtung Palawan. Warum eine Überschrift wie diese? Weil es einfach beschwerlicher ist, als in anderen Ländern Asiens. Die Infrastruktur ist einfach nicht so ausgebaut. Das hieß in unserem Fall, nach dem Flug ab in den Minivan und eingequetscht in einem eigentlich 9 Sitzer, der umgebaut wurde zu einem 15 Sitzer, fünf lange Stunden über Berg und Tal zu unserem eigentlichen Ziel El Nido – dem Eingang zum Paradies.

Alle Strapazen zum Trotz, am nächsten Tag, als die erste Tagestour gebucht war und wir auf dem Boot saßen, war uns direkt klar, warum wir hierher mussten. In El Nido, mit seinen umliegenden 40 Inseln ist ein krasses Beispiel wie schön die Natur sein kann.

Zur Erklärung, man kann in El Nido, vier Touren buchen, es ist auch egal bei wem man bucht, man bekommt überall das Selbe zum selben Preis. Das heißt zwischen 1200 – 1400 Pesos für entsprechende Tagestour, inbegriffen Handtuch, Mittagessen, 5 Spots und eben mehrere Stunden Bootstour.

Wir hatten uns in den vier Tagen wo wir in El Nido waren, für die Tour A und C entschieden, sind auch allgemein die populärsten Touren. Aus meiner Sicht auch absolut zurecht. Wir waren in Lagunen, haben tolle Strände gesehen, unter anderem einen Secret Beach wo man mit den Wellen durch ein Loch im Felsen schwimmen musste um diesen Strand zu entdecken und ja schnorcheln durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich kann nur sagen, absolut ein Traum, die Sicht im Wasser ist genial.

0157794E-D644-45DC-8CE0-4957638AC524

0083854B-82C3-4CE9-82BE-2F4748F89DA0

E1C99BBD-D66A-4DEB-8570-0E6DF9CC3BB3Zwischen den beiden Touren haben wir uns einen Tag Pause gegönnt um das erlebte sacken zu lassen. Fiel uns nicht schwer, da unser Hotel am Las Cabanas Beach lag und dieser bekannt ist für die schönen Sonnenuntergänge. Viel ruhiger als El Nido, sollte man sich merken. Ein weitere Tipp wenn man schon da ist, einfach mal im Restaurant „The Nesting Table“ vorbeischauen. Tolle Aussicht auf die Bucht und geniales Essen und Cocktails obendrauf.

B056FF17-D2F4-4535-AC9F-52EBDE9F7DD7

9D8D47F4-90B9-4DC0-AB74-8F8804C5CE4DAllgemein muss man zu El Nido sagen, was Hotels angeht, müssen Abstriche gemacht werden wenn man hierher möchte. Für Backpacker recht teuer, für Pauschaltouristen keine schönen Hotels. Meine Eltern haben auch schon gefragt ob es was für sie wäre. Ich würde fast sagen, wenn man auf ein Abenteuer aus ist, dann ja, wenn nicht dann vielleicht doch eher nach Krabi / Thailand. Wobei unser Hotel im Endeffekt in Ordnung war, das lag aber eher an der Lage.

Nach vier Tagen, ging es dann weiter. Hatten nachdem wir mit einigen Leuten gesprochen hatten, uns entschieden mit der Fähre nach Busuanga Island zu fahren, ist eine Insel oberhalb von Palawan. Im Endeffekt die schlimmste Erfahrung die ich jemals durchstehen musste, was reisen betrifft.

Warum das? Nunja drei Stunden Speedboot klingt im ersten Moment ja nicht schlecht, wenn daraus aber 7 Stunden werden und man mitten durch ein Unwetter fährt, dann kann der entspannte Trip doch recht schnell umschlagen in einen Horrortrip.

Meterhohe Wellen die das Boot regelrecht überspülten. Der Kapitän hatte sich tatsächlich gezwungen gefühlt zu wenden und einen anderen Weg zu fahren, weil es zu gefährlich wurde. Diese Fahrt konnte man tatsächlich jedem Passagier im Gesicht ablesen, jeder kreidebleich und mehr als 50 % die sich tatsächlich übergeben mussten, ich muss mich auch dazu zählen, obwohl ich normalerweise vieles gut wegstecke.

Dementsprechend froh waren wir dann als wir in Coron angekommen waren. Von dort ging es dann mit dem Trike, das ist das philippinische Tuk Tuk, ein sehr abenteuerliches Gefährt, auf die andere Seite der Insel. Dort haben wir uns ein sehr idyllisches Resort in einer ruhigen Bucht für die nächsten drei Tage ausgesucht. Ähnelt etwas dem Dschungelcamps. Luxus fehl am Platz, aber zur völligen Entspannung genau das Richtige.

Ich muss leider dieses Mal auf Bilder verzichten, da das Internet auf den Philippinen nicht das Beste ist, insbesondere dort wo ich gerade bin. Vielleicht beim nächsten Mal dann wieder.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: