Big Five and a Roadtrip

Nachdem Kapstadt hinter uns lag und der Flieger in Johannesburg gelandet war, ging es mit dem Mietwagen entlang einer beeindruckenden Berg- und Talstrecke bis nach Nelspruit. Dort erwartete uns eine Art Dschungelhotel (Zebrina Guest House) welches der Eigentümer selbst gebaut hatte. Die Dachterasse mit dem Blick über das dichtbewachsene Tal, einfach ein Traum.
Nach einem entspannten Abend auf besagter Dachterasse ging es recht früh ins Bett, da am nächsten Tag der tatsächliche Roadtrip wartete.

Mit einem mehr als leckerem Frühstück im Magen ging es am kommenden Morgen auf die Panorama Route über die Städte Sabia, Graskop und Ohrigstad. Die Panorama Route ist eine Strecke die neben der berühmten Gardenroute jedes Jahr zahlreiche Touristen mit ihren Sehenswürdigkeiten, wie God`s Window oder dem Blyde River Canyon, anlockt. Allein der Blyde River Canyon ist so beeindruckend, dass man unbedingt einmal diese Strecke fahren sollte.

Nach einem sehr anstrengenden Tag und einem selbstorganisiertem Barbeque vor unserer Hütte in Hazyview, haben wir spontan für den darauffolgenden Tag eine Safari gebucht. Eigentlich hatten wir das erst für den nächsten Ort geplant, aber da der Rezeptionist uns die Tour so angepriesen hatte, haben wir einfach direkt gebucht gehabt.

Als der Wecker um 04:30 Uhr geklingelt hatte und ich im Halbschlaf durch die Autoalarmanlage ausversehen das ganze Hüttendorf geweckt hatte, ging es auch schon mit dem typischen Safariwagen Richtung Krüger Nationalpark. Dort angekommen, haben wir auch unsere beiden Begleiter kennengelernt, Dieter und Michi, zwei wie sie eben so sind, sehr direkte und lustige Rheinländer. Beide ausgestattet mit einer mehrjährigen Safarierfahrung, also eindeutig die besten Begleiter die man sich vorstellen konnte.

Es war eine sehr interessante Safari, wo man an diesem Tag neben den massenhaft vorkommenden Impalas auch Elefanten, Zebras, Giraffen auch den Löwen und den Gepard entdecken konnte. Für den Leopard waren wir schon zu spät dran, wir haben leider nur noch das auf einen Baum hochgezogene angeknabberte Impala erspähen können.

Um 13:00 Uhr war für uns diese Safari schon zu Ende und wir sind weiter mit dem Auto Richtung Marloth Park, dem letzten Ort vor der Grenze zu Mozambique. Nach einem kleinen Auffahrunfall, keine Sorge ist nichts weiter passiert, es ist mir jemand von hinten an einer Kreuzung draufgegangen, also nur ein kleiner Blechschaden, ging es auch schon weiter in die Lodge.

Die Lodge ( Imbube Safari Lodge) aus unserer Sicht ein Traum, mitten im Marloth Park gelegen, bot diese uns einen perfekten Ort um in direkten Kontakt mit den Tieren zu treten. Durch den Garten sind Zebras, Impalas und auch Warzenschweine gelaufen. Die Giraffe, die am kommenden Morgen zum Frühstück vorbeigeschaut hat, haben wir leider verpasst da wir schon im Krüger Park waren. Die Lodge ist absolut ein kleiner Geheimtipp, da der Gastgeber Sabelo einem einfach jeden Wunsch von den Lippen abliest, insbesondere wenn man überlegt, was man für eine Nacht zahlt.

Wie erwähnt ging es für uns noch ein zweites Mal in den Krüger Nationalpark. Dieses Mal mit vier Kanadiern und einem mehr als guten Guide, der wirklich die Spuren gelesen hatte und nicht wie der Guide tags zuvor sich allein durch den Buschfunk informiert hatte. Leon unser Guide für den heutigen Tag hat sich wirklich Zeit genommen und kannte sich gut aus, schließlich haben wir es tatsächlich geschafft die BIG Five, nämlich Elefant, Leopard, Büffel, Nashorn und Löwe an einem Tag zu sehen! Das und wie beeindruckend es ist wenn eine ganze Herde Elefanten nur 5 Meter an dir vorbeiläuft, ist echt unbeschreiblich.

Diese Safaritour ging auch gute 11 Stunden, dementsprechend platt sind wir auch zurück in die Lodge gekommen. Hat uns allerdings nicht davon abgehalten mit den zwei Engländern die wir dort kennengelernt haben, zwei Tauchlehrer aus Manchester die zwölf Jahre eine Tauchschule in Ägypthen hatten, noch den Sundowner am Fluss zu machen.

Noch das, wie am Vortag, unbeschreiblich gute Abendessen in der Lodge genossen und dann ging es auch schon ins Bett.

Heute ging es dann mit dem Auto wieder nach Johannesburg an den Flughafen, dort haben wir das Auto abgegeben und sind mit dem Schnellzug (Gautrain) nach Pretoria gefahren. Dort angekommen wurden wir von unseren Gastgebern Lynette und Jan (East View Guesthouse) schon empfangen. Wir sind jetzt die nächsten zwei Nächte im Diplomatenviertel von Pretoria, 50 Meter weiter ist z.B. die italienische Botschaft. Morgen steht noch etwas Sightseeing an und dann geht es übermorgen ja schon weiter, nämlich nach Singapur.

Fazit von diesem Teilabschnitt dieser Strecke. Man sollte unbedingt einmal die Panorama Route gefahren sein. Wenn man wirklich im Krüger Nationalpark eine tolle Safari machen möchte, unbedingt nach Marloth Park bzw. über das Crocodile Bridge Gate in den Park fahren. Es ist einfach viel entspannter und nicht so Disneyland-mäßig wie in Hazyview. Ansonsten kann man nur sagen, unbedingt mal nach Südafrika kommen, mir hat es mehr als gefallen.

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